Der Stifter

Als der Zeitpunkt näher kam, dass das Berufsleben zu Ende ging, diskutierten meine Frau und ich über den Ort, wo wir unseren gemeinsamen Lebensabend verbringen wollen. Beide sind wir in großen Städten aufgewachsen, haben uns aber in vielen Jahren an den Niederrhein gewöhnt. Als dann noch die Möglichkeit bestand, einen Restbauernhof in Till zu erwerben und nach unseren Bedürfnissen umzubauen, griffen wir zu und zogen nach Till. 20 Jahre sind nun seit dem Kauf des ‚Lindenhofs’ vergangen, wir fühlen uns immer noch wohl und haben unseren Entschluss nicht bereut, haben wir doch viele neue Bekanntschaften geschlossen und manche Hilfe erfahren.

 Gaststätten waren früher der Treffpunkt des Dorfes; hier konnte man Neuigkeiten erfahren, das Dorfleben kommentieren und politische Themen diskutieren. Hier war auch die Heimat vieler Vereine, hier wurde gekegelt und geschossen, hier fanden Besprechungen und Versammlungen statt. In den letzten Jahren änderten sich aber die Gewohnheiten, man traf sich nicht mehr nach der täglichen Arbeit in der Gaststätte, selbst der Frühschoppen am Sonntagmorgen wurde von den Jüngeren nicht mehr besucht. So drohte manchem Gasthaus das ‚Aus’! Mit der Schließung auch der letzten Gaststätte im Tiller Ortskern wären viel Vereine heimatlos geworden und nach dem Verlust von Einkaufsmöglichkeiten wäre die Attraktivität unseres Ortes weiter gesunken.

So haben wir uns entschlossen, die Gaststätte ‚Zur Dorfschmiede’ in Till zu kaufen und das Objekt in eine Stiftung einzubringen. Zweck der Stiftung soll es sein, das soziale Miteinander in Till-Moyland zu fördern durch Unterstützung der Vereine und andere Aktivitäten. ….